Beiträge von Michael Wladika
Hauptinhalt
Michael Wladika, Jurist und Historiker; von 1999 bis 2026 Provenienzforscher in den Museen der Stadt Wien; von 2008 bis 2020 Provenienzforscher der Gemeinsamen Provenienzforschung BMKÖS und der Leopold Museum Privatstiftung im Leopold Museum; unter anderem von 1999 bis 2003 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Historikerkommission der Republik Österreich; mehrere Projekte und Publikationen zum Thema politische Parteien, Deutschnationalismus, Nationalsozialismus, NS-Kunstraub und Rückstellungsrecht.

Plättchen einer unvollständigen Musterkollektion der Wiener Porzellanmanufaktur, um 1800, aus der Sammlung Siegfried Fuchs. Das Objekt wurde 2002 als eines von über 200 Objekten an die Erb:innen von Fuchs restituiert und in der Folge vom Museum wieder angekauft. Foto: Birgit und Peter Kainz, Wien Museum
Provenienzforscher Michael Wladika im Interview
„Man kann nie einen Schlussstrich ziehen“
Im Jahr 1999 begann Michael Wladika als Provenienzforscher im Historischen Museum der Stadt Wien (Wien Museum). Anlässlich seiner Pensionierung blickt er im Gespräch zurück auf die schwierigen Anfangsjahre der Provenienzforschung und erklärt, warum sie im Wien Museum statt der ursprünglich veranschlagten zwei Jahre auch nach 27 Jahren nicht abgeschlossen werden kann.

Fächer und Modeaccessoires aus der Sammlung von Siegfried Fuchs, 19. Jahrhundert, Foto: TimTom, Wien Museum
Restitutionsforschung im Wien Museum und der Wienbibliothek
Verdichtete Indizienketten
Von den schamlosen „Arisierungen“ in der Zeit des Nationalsozialismus profitierten auch die Sammlungen der Stadt Wien. Seit 25 Jahren betreiben die Wienbibliothek im Rathaus und das Wien Museum systematisch Restitutionsforschung. Christian Mertens, Gerhard Milchram und Michael Wladika sind dafür zuständig. Im Interview erzählen sie, welche zutiefst persönlichen Objekte in Restitutionsfällen auftauchen und warum sie in ihrem Arbeitsalltag oft kreativ werden müssen.