Beiträge zum Thema Infrastruktur
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Anzeige aus: Der Bautechniker 1884, Seite 12, ANNO/ÖNB
Unter Strom – Elektropionier Bela Egger – Teil 2
In lichten Höhen
Die industrielle Erfolgsgeschichte von Bela Egger nahm in den 1880er Jahren nochmals an Fahrt auf. Neben der elektrischen Beleuchtung unzähliger Bauten in der Monarchie standen die Entwicklung und Produktion von Elektromobilen sowie moderner Glühlampen im Fokus.

Bela Egger vor einem Dynamo, 1901, Familienbesitz
Unter Strom – Elektropionier Bela Egger – Teil 1
Am seidenen Faden
Ob in Krankenhäusern, Theatern, Fabriken oder Verwaltungsbauten: Die Elektrifizierung Wiens in der Gründerzeit ist eng verbunden mit den Produktionsstätten von Bela Egger – und wurde ganz wesentlich von lokalen Mechanikern, Textilarbeiterinnen und Ingenieuren getragen. Teil 1 einer industriellen Erfolgsgeschichte mit Schattenseiten.

Christoph Scharff: Fotoserie Donauinsel (Ausschnitt), 1983, Wien Museum
Impressionen von der Großbaustelle Donauinsel
Landschaft im Umbruch
Neun Monate lang streifte der Wiener Fotograf Christoph Scharff im Jahr 1983 durch das Areal des Überschwemmungsgebiets, das damals gerade zur Donauinsel und zur Neuen Donau umgebaut wurde. Seine Dokumentation einer neu entstehenden Landschaft ist nun als Schenkung ins Wien Museum gekommen.

Plakatsujet für das Städtische Luft-, Sonnen- und Strandbad Kuchelau und das Städtische Luft- und Sonnenband Krapfenwaldl, ca. 1924, Wienbibliothek im Rathaus, Plakatsammlung P-65100
Vom Reinigungsbad zum Erlebnisbad
Baden in Wien
Das erste Freibad Wiens entsteht bereits in den 1780er Jahren, doch erst im 20. Jahrhundert entwickelt sich eine Bäder-Infrastruktur, die den Bedürfnissen der Bevölkerung in der Millionenmetropole gerecht wird und vom kleinen Tröpferlbad bis zur städtischen Freibad-Großanlage reicht. Ein Überblick anlässlich der Ausstellung „Auch für Nichtschwimmer“ im Waschsalon.

Radfahrerdemonstration auf der Ringstraße, 9. Juni 1979, Foto: Peter und Walpurga Hirsch / Wien Museum Inv.-Nr. 300277/9/16A
Geschichte des ersten Ring-Radwegs
Der lange Marsch zur „Radfahrallee“
Die ersten Überlegungen für einen Radweg an der Wiener Ringstraße gab es bereits um die Jahrhundertwende. Aber selbst in den 1980er Jahren musste seine Realisierung noch gegen einigen Widerstand durchgesetzt werden. Und sie ging vor allem zu Lasten von Fußgeher:innen, bei gleichzeitiger Schonung des Autoverkehrs. Die aktuellen Planungen könnten hier einen Wendepunkt einläuten.

Kehrichtsammelhalle im Sandleitenhof, 1928, Foto: Theo Bauer, Wien Museum, Inv.-Nr. 59241/999
Stadtreinigung im „Roten Wien“
Triumph der Technik
Das Image Wiens, eine der saubersten Metropolen der Welt zu sein, begann sich erstmals in der Zwischenkriegszeit zu etablieren. Damals wurde das Rote Wien nicht nur für seine fortschrittliche Sozial- und Wohnungspolitik bekannt, auch seine moderne Entsorgungspolitik erregte europaweit Aufsehen. Auf höchstem Niveau gelang in jenen Jahren eine organisatorische, bauliche und technische Neuordnung.

Ehemaliger Aufgang aus den Katakomben zum Deutschordenshaus, Foto: Thomas Keplinger
Die geheimen Gänge von Wien
Kopfgeburten im Kellergeschoß
„Der Kaiser fuhr unterirdisch in der Kutsche von der Hofburg bis Schönbrunn!“ So lautet eine der beliebtesten Untergrundlegenden Wiens. Weitere Geheimgänge meist kürzerer Distanz verorten Gerüchte hauptsächlich im Umfeld der Hofburg, seltener an der Peripherie. Ein Versuch, Fantasie von Wirklichkeit zu trennen.

Bau des Hauptsammelkanals (Ausschnitt): Kreuzung des Holzprovisoriums der Verbindungsbahn, 1898, Wiener Stadt- und Landesarchiv.
Marianne Strobls Fotokampagnen um 1900
Nur die größten Baustellen
Marianne Strobl (1865–1917) verbrachte im Gegensatz zu den meisten ihrer Berufskolleginnen nicht viel Zeit im Atelier. Sie war vor allem auf Großbaustellen und in innovativen Betrieben unterwegs und wird daher wohl nicht zu Unrecht als „erste Industriefotografin“ der k. u. k. Monarchie bezeichnet.

Windfahne, Foto: Hertha Hurnaus
Zur Technikgeschichte der Ringstraßenbauten
Frischluft für die „Burg“
„Maschinenräume“: So lautet der Titel eines neuen Foto-Textbandes von Hertha Hurnaus, Gabriele Kaiser und Maik Novotny, der hinter die Kulisse der Ringstraße blickt. Hier geht es nicht um Repräsentation, sondern um technische Regulierung der Prachtbauten – und die innovativen Leistungen, die das 19. Jahrhundert dabei zu bieten hatte. Ein Beispiel: das Belüftungssystem des Wiener Burgtheaters, vorgestellt vom Bauforscher Friedrich Idam.

Nachkriegsaufnahme der Tankgruppe C am Alberner Hafen, einer Anlage, die von italienischen Zwangsarbeitern errichtet wurde. Archiv Hafen Wien
Zwangsarbeit am Praterspitz
Verbunkertes Öl
Nachdem Italien im September 1943 einen Waffenstillstand mit den Alliierten geschlossen hatte, nahm die Wehrmacht italienische Soldaten in ihrem Machtbereich gefangen und stellte sie vor die Wahl, entweder den Kampf an der Seite Deutschlands fortzusetzen oder in den deutschen „Arbeitseinsatz“ eingegliedert zu werden. Italienische Zwangsarbeiter waren auch für die Wiener Gemeindeverwaltung tätig - und wurden u.a. im „Lager K 2“ untergebracht.