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Frau im Ruderboot um 1910, Fotografie, Wien Museum, Inv.-Nr. MF 2825
Der Weg der Wienerinnen in die Ruderboote
Frau an Bord!
Schon vor Hunderten Jahren lockte das spiegelglatte Donauwasser Sportbegeisterte in die Boote. Obwohl das Rudern als ältester Vereinssport Österreichs gilt, blieb er lange Zeit eine exklusive Männerdomäne. Erst in den 1920er Jahren ergriffen auch Frauen das Ruder.

Grossmannhof, 20., Pappenheimgasse 4 / Denisgasse 39-41, um 1926, Wien Museum Inv.-Nr. 57962/451
Oskar Grossmann und 100 Jahre Grossmannhof
Kommunist und „Soldat am Mittelmeer“
Der Grossmannhof in der Brigittenau feiert seinen 100 Geburtstag. Eine Erinnerung an das Eröffnungsjahr des Gemeindebaus und dessen späteren Namensgeber, den kommunistischen Widerstandskämpfer Oskar Grossmann.

Ansichtskarte Bildseite, 9,1 cm x 13,8 cm, Lichtdruck, Photographischer Kunstverlag Richard Karlmann, Wien. Privatbesitz
Eine Ansichtskarte mit kaiserlicher Überraschung
Elisabeths letzte Show
Auf den ersten Blick ist es eine unspektakuläre Ansichtskarte von einem „Kaisereinzug“ im August 1896. Auf den zweiten Blick entpuppt sie sich als überraschende Quelle zur Biografie der Kaiserin Elisabeth. Eine Spurensuche zwischen Repräsentation, Image, zeitgenössischer Berichterstattung und diplomatischer Mission.

Handgeschriebenes Kochbuch, 19. Jahrhundert, aus dem Nachlass von Franz Ruhm, Wien Museum, Inv.-Nr. 313658/17
Mehr als nur Kuriositäten: Historische Kochrezepte
Krebseuterl, Regenwürmer und Hetschepetsch-Koch
Sie stammen aus dem 18., 19. und 20. Jahrhundert und werden nun im Rahmen eines Crowdsourcing-Projekts des Wien Museums digitalisiert und transkribiert: 44 handgeschriebene Kochbücher und Rezeptsammlungen aus privaten Haushalten. Damit stehen sie für die wissenschaftliche Forschung und für alle kulinarisch Interessierten online und leichter lesbar zur Verfügung.

Karikatur aus „Neues Österreich“ (Ausschnitt), 3. August 1945, ANNO/ÖNB
Spiral Bike meets Schlurfs und Schlurfinnen
Beswingt am Fahrrad
Spiral Bike nennt sich ein Kunstprojekt mit Radtouren quer durch die Stadt. Für das neue Programm hat sich das Team rund um Conny Zenk von der Jugendkultur der Schlurfs und Schlurfinnen inspirieren lassen, die sich in der NS-Zeit widerständig verhielten und deshalb verfolgt wurden.

Die Villa auf der Hohen Warte 29, um 1910, Atelier Julius Weiner, Wien, Quelle: Wikimedia Commons
Wiener Zeitfenster – Erinnerungen an die Hohe Warte
Paradise Lost
Hohe Warte 29: An dieser Adresse stand bis in die 70er Jahre eine repräsentative Villa, in der unzählige prominente Personen gewohnt haben. Vom Turmzimmer aus blickte man bis zur Donau, und der parkähnliche Garten bot sich zum Verstecken an…

Perlmuttknöpfe, um 1850–1900, Wien Museum, Inv.-Nr. M 3167/1
Die Wiener Perlmuttdrechsler
Was uns ein Knopf erzählen kann
Ein Perlmuttknopf liegt in unserer Hand, schimmernd, glänzend, zwei oder vier kleine Löcher, der Rand glatt geschliffen, oft mit zusätzlicher Zierkante. Der Knopf erzählt die Geschichte einer kurzen Blüte des Perlmutthandwerks in Wien – und die des Arbeiterelends.

Hakoah-Fußballspieler und Funktionäre auf der Treppe eines Gebäudes in New York, JMW, Inv. Nr. 15620
Die USA-Tournee des SC Hakoah 1926
„Scheiberlspiel am Hudson River“
Vor hundert Jahren wurde der Wiener Fußball in den USA zum Exportschlager. Bei seiner Tournee sorgte der SC Hakoah für Besucherrekorde, selbst US-Präsident Calvin Coolidge ließ sich das Soccer-Spektakel nicht entgehen. Doch auf den sportlichen Triumphzug folgten leere Kassen und Abgänge von vielen Leistungsträgern.

Das Rosa-Winkel-Kostüm im Archiv von Qwien, Qwien
Der Rosa Winkel auf der Regenbogenparade
Zeichen setzen
Bei der zweiten Regenbogenparade Wiens 1997 steckte ein Mann in einem riesigen Rosa-Winkel-Kostüm. Aktivist:innen machten damit auf die Verfolgung homosexueller Männer in der NS-Zeit aufmerksam. Um 180 Grad gedreht wurde das Dreieck zeitgleich zum Zeichen der Aids-Solidarität. Von den Anfängen der Vienna Pride und den vielen Leben eines Symbols.

Plakatsujet für das Städtische Luft-, Sonnen- und Strandbad Kuchelau und das Städtische Luft- und Sonnenband Krapfenwaldl, ca. 1924, Wienbibliothek im Rathaus, Plakatsammlung P-65100
Vom Reinigungsbad zum Erlebnisbad
Baden in Wien
Das erste Freibad Wiens entsteht bereits in den 1780er Jahren, doch erst im 20. Jahrhundert entwickelt sich eine Bäder-Infrastruktur, die den Bedürfnissen der Bevölkerung in der Millionenmetropole gerecht wird und vom kleinen Tröpferlbad bis zur städtischen Freibad-Großanlage reicht. Ein Überblick anlässlich der Ausstellung „Auch für Nichtschwimmer“ im Waschsalon.