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Beiträge zum Thema Jüdisches Wien

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Marie Langer, um 1930

Marie Langer, um 1930

Aus den Erinnerungen von Marie Langer

Kommunistin statt Dame

In Lateinamerika wurde Marie Langer (1910 - 1987) eine der wichtigsten Psychoanalytikerinnen, davor kämpfte sie als Kommunistin im Spanischen Bürgerkrieg. Aufgewachsen ist Langer in einer großbürgerlichen Wiener Familie. In ihren Erinnerungen, die nun wieder publiziert wurden, erzählt sie von jungen Jahren in Umbruchszeiten – u. a. von überkommenen Rollenbildern und Moralvorstellungen. Ein Auszug.

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Gartenansicht der Villa Beer, 1930, Foto: Julius Scherb

Gartenansicht der Villa Beer, 1930, Foto: Julius Scherb

Die Menschen der Villa Beer

„Es hat alles so gut ausgesehen …“

Ab dem 8. März 2026 ist die Villa Beer in Hietzing, ein Schlüsselwerk der zweiten Wiener Moderne, für das Publikum zugänglich. Dank der Sanierung und Öffnung durch die Villa Beer Foundation werden die Qualitäten der Architektur von Josef Frank und Oskar Wlach erfahrbar. Ein Einblick in die Lebenswelt und das Schicksal seiner jüdischen Bauherrschaft sowie weiterer Bewohnerinnen und Bewohner.

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Erwin Chargaff, 1987, Porträt von Lillian Birnbaum

Erwin Chargaff, 1987, Porträt von Lillian Birnbaum

Wiener Zeitfenster – Erinnerungen an Erwin Chargaff

Der fröhliche Pessimist

Erwin Chargaff leistete entscheidende Vorarbeit zur Erforschung der DNA, blieb als Biologe aber zeitlebens zutiefst skeptisch gegenüber den Naturwissenschaften. Zumindest einmal im Jahr besuchte der 1935 emigrierte Nobelpreis-Kandidat seine Heimatstadt Wien. Dann eröffnete sich ein Zeit-Raum, erfüllt von Sprache.

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Ilse Aichinger bei einem Treffen der Gruppe 47 mit Heinrich Böll (l.) und Günther Eich (r.), 1952, Foto: Ullstein Bild / picturedesk.com

Ilse Aichinger bei einem Treffen der Gruppe 47 mit Heinrich Böll (l.) und Günther Eich (r.), 1952, Foto: Ullstein Bild / picturedesk.com

Ilse Aichinger und der Wiener Kurier

Die Toten tun uns nichts!

In ihrem 1948 veröffentlichten Roman „Die größere Hoffnung“ erzählt Ilse Aichinger von den Schrecken der Schoah und dem Überleben im nationalsozialistischen Wien. Doch bereits drei Jahre zuvor, im Herbst 1945, erschien ihre Erzählung „Das vierte Tor“ – und konfrontierte damit die österreichische Leserschaft nach Kriegsende mit jenen Themen, die nur allzu gern verdrängt wurden.

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Erica Fischer (Bildmitte) bei einer gemeinsamen Demonstration linker Gruppen auf der Ringstraße, 1. Mai 1976. Foto: Peter Hirsch,  Burgi Hirsch, Wien Museum, Inv.-Nr. 300244/117

Erica Fischer (Bildmitte) bei einer gemeinsamen Demonstration linker Gruppen auf der Ringstraße, 1. Mai 1976. Foto: Peter Hirsch, Burgi Hirsch, Wien Museum, Inv.-Nr. 300244/117

Erica Fischer im Interview über Feminismus

„Frauen haben mehr Rückgrat als Männer“

Mit „Aimée & Jaguar“, einer Liebesgeschichte zwischen einer Jüdin und der Frau eines Nationalsozialisten, landete Erica Fischer 1994 einen Welterfolg. Seit den 1970er Jahren war sie eine der prägenden Feministinnen Österreichs. Was aus den einstigen Forderungen und Idealen geworden ist? Und welchen Feminismus es heute braucht? Ein Gespräch mit Zündstoff.

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Rückkehrberichterstattung in der US-amerikanischen Exilpresse

Robert Haas: Jubel über das Kriegsende in New York (Ausschnitt), 8. Mai 1945, Wien Museum, Inv.-Nr. 301557/7

Rückkehrberichterstattung in der US-amerikanischen Exilpresse

Von freundlichen Worten und mangelnden Taten

Mit dem Kriegsende vor 80 Jahren war die Voraussetzung für eine Rückkehr der aus Österreich geflüchteten und vertriebenen Personen gegeben – zumindest theoretisch. Über die tatsächlichen Optionen und die Stimmungslage vor Ort wurde in drei US-amerikanischen Exilzeitungen mit teils gegensätzlichen Einstellungen berichtet. Ein Überblick über die politisch motivierte Debatte.

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Bruno Reiffenstein: Amalienbad, ca. 1926, Wien Museum, Inv.-Nr. 184589/3

Bruno Reiffenstein: Amalienbad, ca. 1926, Wien Museum, Inv.-Nr. 184589/3

Zwei Bücher zur jüdischen und zur sozialdemokratischen Geschichte Favoritens

Amalie und Ernestine

150 Jahre Favoriten – das Jubiläumsjahr 2024 wirkt noch bis ins Frühjahr 2025 nach: „Das Jüdische Favoriten“ nennt sich das kürzlich erschienene Gedenkbuch von Ruth Contreras, in dem meist vergessene Facetten des Arbeiterbezirks nachgezeichnet werden. Fallweise Überschneidungen zu Alexander Emanuelys ebenfalls neuer Publikation „Vom Rothen Punkt zum Roten Wien. 130 Jahre Sozialdemokratie in Favoriten“ sind keinesfalls zufällig.

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Ludwig Hirschfeld, um 1936, Foto: Brühlmeyer / ÖNB-Bildarchiv / picturedesk.com

Ludwig Hirschfeld, um 1936, Foto: Brühlmeyer / ÖNB-Bildarchiv / picturedesk.com

Ludwig Hirschfelds „Was nicht im Baedeker steht: Wien“

„Ist er ein Jud?“

Tanz, Restaurants, Sport, Theater: In der Reihe „Was nicht im Baedeker steht“ erschien 1927 ein Wien-Reiseführer abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten, geschrieben vom Journalisten Ludwig Hirschfeld. Das Buch wurde zum launigen Bestseller zwischen Tratsch, Klatsch und Amüsement, enthielt aber auch deutliche politische Botschaften.

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Friedrich Hacker vor seiner Klinik in Beverly Hills, undatiert, Foto: Georg Markus

Friedrich Hacker vor seiner Klinik in Beverly Hills, undatiert, Foto: Georg Markus

Zum 35. Todestag von Friedrich Hacker

„Kein Massaker ohne Hacker“

Der Psychiater, Psychoanalytiker, Terror- und Aggressionsforscher Friedrich Hacker machte eine Weltkarriere, seine „25 Thesen zur Gewalt“ sind auch 50 Jahre nach ihrer Veröffentlichung aktuell. Als junger Mann floh er vor den Nazis in die USA, später pflegte er den Kontakt zu seiner einstigen Heimat – und war u.a. federführend bei der Entstehung des Sigmund Freud Museums.

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Der Modenverlag Bachwitz, Werbebroschüre, um 1930, Margarete Stickler

Der Modenverlag Bachwitz, Werbebroschüre, um 1930, Margarete Stickler

Arnold Bachwitz' Mode- und Zeitschriftenimperium

„Moderne Welt“ in der Löwengasse

Ein Unternehmer mit einem Spürsinn für Trends holte um 1900 Pariser Flair nach Wien und brachte Schwung in die heimische Modebranche: Arnold Bachwitz ließ nicht nur den Konsumtempel „Palais des Beaux Arts“ im 3. Bezirk bauen, sondern gründete auch die Zeitschrift „Moderne Welt“. Führende Journalist:innen begeisterten das bürgerliche Publikum über zwei Jahrzehnte mit Lifestyle- und Kulturbeiträgen – bis Bachwitz starb und sein Imperium langsam versiegte. 

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