Wien Museum / Magazin
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Ensemblefoto (Ausschnitt) in der Josefstädter Straße 17, ca 1965, Fotoarchiv K & A. Theiner
Die Harnoncourts und die Gründerjahre des Concentus Musicus in der Josefstadt
„Wir als Veränderte bleiben“
Wie fängt man etwas an, das zu einer weltweiten Bewegung werden wird? Anlässlich des 10. Todestages von Nikolaus Harnoncourt am 5. März widmet das Bezirksmuseum Josefstadt den Gründerjahren des Concentus Musicus eine Ausstellung. Im Mittelpunkt stehen die Pionierzeit dieser „Entdeckergemeinschaft" von 1953 bis 1972 und die enge Verbindung des Ensembles zur Josefstadt.

Solidarität auf dem Volksstimmefest im Prater, 1975, Foto: privat, Verein zur Förderung der österreichisch-chilenischen Erinnerungskultur
Flucht von Chile nach Wien
„Macondo-City“
Nach dem Militärputsch in Chile 1973 mussten zehntausende Menschen fliehen. Nicht wenige wählten Wien als Zufluchtsort. Im Interview erzählt Marcela Torres, wie der Sozialismus die beiden weit entfernten Orte verband und welche surrealen Assoziationen Simmering bei den Ankommenden weckte.

Marie Langer, um 1930
Aus den Erinnerungen von Marie Langer
Kommunistin statt Dame
In Lateinamerika wurde Marie Langer (1910 - 1987) eine der wichtigsten Psychoanalytikerinnen, davor kämpfte sie als Kommunistin im Spanischen Bürgerkrieg. Aufgewachsen ist Langer in einer großbürgerlichen Wiener Familie. In ihren Erinnerungen, die nun wieder publiziert wurden, erzählt sie von jungen Jahren in Umbruchszeiten – u. a. von überkommenen Rollenbildern und Moralvorstellungen. Ein Auszug.

Gartenansicht der Villa Beer, 1930, Foto: Julius Scherb
Die Menschen der Villa Beer
„Es hat alles so gut ausgesehen …“
Ab dem 8. März 2026 ist die Villa Beer in Hietzing, ein Schlüsselwerk der zweiten Wiener Moderne, für das Publikum zugänglich. Dank der Sanierung und Öffnung durch die Villa Beer Foundation werden die Qualitäten der Architektur von Josef Frank und Oskar Wlach erfahrbar. Ein Einblick in die Lebenswelt und das Schicksal seiner jüdischen Bauherrschaft sowie weiterer Bewohnerinnen und Bewohner.

Erwin Chargaff, 1987, Porträt von Lillian Birnbaum
Wiener Zeitfenster – Erinnerungen an Erwin Chargaff
Der fröhliche Pessimist
Erwin Chargaff leistete entscheidende Vorarbeit zur Erforschung der DNA, blieb als Biologe aber zeitlebens zutiefst skeptisch gegenüber den Naturwissenschaften. Zumindest einmal im Jahr besuchte der 1935 emigrierte Nobelpreis-Kandidat seine Heimatstadt Wien. Dann eröffnete sich ein Zeit-Raum, erfüllt von Sprache.

Hundemarke des Vororts Hernals, 1890, Wien Museum: Inv.-Nr. 308465/32
Einführung der Hundesteuer in Wien
„...dass wir eigentlich von unseren Hunden leben!“
Ehe in Wien 1869 zum ersten Mal eine „Gemeindeauflage auf den Besitz von Hunden“ in Kraft trat, waren herumstreunende Straßenhunde keine Seltenheit im Stadtbild. Erhoffter Nebeneffekt dieser Steuer war die Eindämmung der Tollwut.



