Beiträge zum Thema Politische Bewegungen
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Plakate in der besetzten Arena, August 1976, Foto: Heinz Riedler, Wien Museum, Inv.-Nr. 301366/280
Coming Out: Die erste emanzipatorische Schwulengruppe Wiens
„Schwul ist schön“
Zwischen Strafrechtsreform, alternativem Milieu und inneren Konflikten bewegte sich die 1976 gegründete Wiener Schwulengruppe Coming Out. Wie dieser Aufbruch möglich wurde – und an welchen inneren Zerwürfnissen er letztlich scheiterte.

Grossmannhof, 20., Pappenheimgasse 4 / Denisgasse 39-41, um 1926, Wien Museum Inv.-Nr. 57962/451
Oskar Grossmann und 100 Jahre Grossmannhof
Kommunist und „Soldat am Mittelmeer“
Der Grossmannhof in der Brigittenau feiert seinen 100 Geburtstag. Eine Erinnerung an das Eröffnungsjahr des Gemeindebaus und dessen späteren Namensgeber, den kommunistischen Widerstandskämpfer Oskar Grossmann.

Sonntagsausflug ins Überschwemmungsgebiet, 1928, Privatfoto, Matthias Marschik
Das Inundationsgebiet in Wien
Wilde Wiese
Eine 20 Kilometer lange Freifläche, die sich quer durch die Stadt zog, und auf der zwischen Familienausflug, Schwarzmarkt und politischen Treffen so ziemlich alles stattfand, was erlaubt und nicht erlaubt war: Das Inundationsgebiet war ab 1875 die Vorgängerin der Donauinsel.

Robert Jungk bei einem TV-Wahlkampfauftritt, 1992, Foto: Lillian Birnbaum
Wiener Zeitfenster – Erinnerungen an den Wahlkampf von Robert Jungk 1992
Die Wahl und die Qual
Der Schriftsteller und Filmemacher Peter Stephan Jungk hat zweimal längere Zeit in Wien gelebt und ist hier regelmäßig zu Besuch. In einer losen Serie von Beiträgen erinnert er sich an biografisch-historische Wiener Zeitfenster. Dieses Mal geht´s um den Präsidentschaftswahlkampf 1992, bei dem sein Vater Robert Jungk für die Grünen antrat.

Maria Lazar, um 1930, Österreichische Exilbibliothek – Literaturhaus Wien
Ein Essay von Maria Lazar aus dem Jahr 1945
„Was ist österreichische Kultur?“
Die österreichische Schriftstellerin Maria Lazar, deren Werk seit einigen Jahren wiederentdeckt wird, schrieb 1945 diesen Text zur „Stunde Null“ im schwedischen Exil. Er erschien in der Zeitschrift „Samtid och Framtid“ auf Schwedisch, hier wird er nun erstmals im deutschen Original publiziert – mit freundlicher Genehmigung des Verlags „Das vergessene Buch“.

Damenspende vom 16. Margarethner Kostümkränzchen, 1908, Foto: TimTom, Wien Museum
Personenkult um Karl Lueger
Propaganda im 3/4-Takt
Karl Lueger ist allgegenwärtig, nicht nur im Stadtraum in Form von Erinnerungstafeln oder Denkmälern. Auch in der Sammlung des Wien Museums hat sich der exzessive Personenkult um den Bürgermeister gehörig niedergeschlagen. Speziell die unzähligen Ballspenden zeugen anschaulich von der Propagandamaschinerie des Bürgermeisters.

Heidemarie Uhl, Foto: Robert Jaeger / APA / picturedesk.com
Heidemarie Uhl über das Lueger-Denkmal
„Wenn es weg ist, ist auch die Geschichte weg“
Die Historikerin Heidemarie Uhl ist gegen eine Entfernung des Lueger-Denkmals. Sie sieht es als „Stein des Anstoßes“, dessen Potential man für die Zukunft nützen müsse. Die geplante permanente künstlerische Kontextualisierung will Uhl nicht als Schlusspunkt der Debatte verstanden wissen.

Victoria Borochov und Sashi Turkof über das Lueger-Denkmal
„Das Problem an Lueger ist seine Präsenz“
Wie tun mit Lueger? Victoria Borochov und Sashi Turkof sind im Vorstand der Jüdischen österreichischen Hochschüler:innen und setzen sich für die Umbenennung des Dr.-Karl-Lueger-Platzes und die Entfernung des Lueger-Denkmals ein. Ein Gespräch über die Bedeutung von Geschichte für jüdisches Leben heute und Antisemitismus im Stadtbild.tbild.

Oliver Rathkolb, 2020, Foto: Stefan Knittel
Oliver Rathkolb über das Lueger-Denkmal
„Lueger bleibt uns – ob wir wollen oder nicht“
Der Historiker Oliver Rathkolb ist skeptisch gegenüber einer Entfernung des Lueger-Denkmals. Im Interview erläutert er seine Gründe dafür, sorgt sich um den Aktualitätsbezug in der Debatte und erinnert an ein problematisches Billroth-Denkmal im alten AKH.

Historiker Dirk Rupnow, Foto: Andras Friedle
Dirk Rupnow über das Lueger-Denkmal
„Es ist unhistorisch, das Denkmal für unantastbar zu erklären!“
Dirk Rupnow, Zeithistoriker an der Universität Innsbruck, kritisiert die „Unantastbarkeit“ des Lueger-Denkmals, ortet bei dem Thema eine Verzögerungstaktik und wünscht sich eine dynamische Denkmalkultur statt einer „gereinigten Stadt“. Ein Interview.