Beiträge zum Thema Rotes Wien
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Das Porrhaus und sein Nachbargebäude in der Operngasse (Ausschnitt), 1931, Foto: Österreichische Lichtbildstelle/ÖNB
Der Architekt und Designer Egon Riss
Small, Medium, Large, X-Large
Egon Riss prägte mit seinen Bauten das Rote Wien, designte im Londoner Exil ein ikonisches Bücherregal und entwarf dann ganze Gebäudekomplexe für die schottische Kohleindustrie. Anlässlich seines 125. Geburtstags wird sein Werk erstmals in seiner Gesamtheit gewürdigt – mit einer Londoner Ausstellung samt Begleitpublikation.

Grossmannhof, 20., Pappenheimgasse 4 / Denisgasse 39-41, um 1926, Wien Museum Inv.-Nr. 57962/451
Oskar Grossmann und 100 Jahre Grossmannhof
Kommunist und „Soldat am Mittelmeer“
Der Grossmannhof in der Brigittenau feiert seinen 100 Geburtstag. Eine Erinnerung an das Eröffnungsjahr des Gemeindebaus und dessen späteren Namensgeber, den kommunistischen Widerstandskämpfer Oskar Grossmann.

Stadionbad 10-Meter-Sprungturm, 2019
Der Künstler Andi Dvořák über das Stadionbad
Freischwimmer
Vor 95 Jahren wurde – nebst dem Praterstadion – das Stadionbad anlässlich der zweiten Arbeiterolympiade eröffnet. Der Musiker, Musiklabel-Betreiber und Künstler Andi Dvořák beschäftigt sich seit langem mit der Architektur und der Geschichte der Anlage.

Plakatsujet für das Städtische Luft-, Sonnen- und Strandbad Kuchelau und das Städtische Luft- und Sonnenband Krapfenwaldl, ca. 1924, Wienbibliothek im Rathaus, Plakatsammlung P-65100
Vom Reinigungsbad zum Erlebnisbad
Baden in Wien
Das erste Freibad Wiens entsteht bereits in den 1780er Jahren, doch erst im 20. Jahrhundert entwickelt sich eine Bäder-Infrastruktur, die den Bedürfnissen der Bevölkerung in der Millionenmetropole gerecht wird und vom kleinen Tröpferlbad bis zur städtischen Freibad-Großanlage reicht. Ein Überblick anlässlich der Ausstellung „Auch für Nichtschwimmer“ im Waschsalon.

Kehrichtsammelhalle im Sandleitenhof, 1928, Foto: Theo Bauer, Wien Museum, Inv.-Nr. 59241/999
Stadtreinigung im „Roten Wien“
Triumph der Technik
Das Image Wiens, eine der saubersten Metropolen der Welt zu sein, begann sich erstmals in der Zwischenkriegszeit zu etablieren. Damals wurde das Rote Wien nicht nur für seine fortschrittliche Sozial- und Wohnungspolitik bekannt, auch seine moderne Entsorgungspolitik erregte europaweit Aufsehen. Auf höchstem Niveau gelang in jenen Jahren eine organisatorische, bauliche und technische Neuordnung.

Dauerausstellung des Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseums in der Volkshalle des Wiener Rathauses, 1927, Wien Museum, Inv.-Nr. 55456/7
Das Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum im Roten Wien
Warum Museum?
Ein Museum, das nichts weniger als gesellschaftliche Utopie anstrebte: In der Zwischenkriegszeit dachten Otto Neurath und sein Team Wissensvermittlung völlig neu und erzielten damit Rekord-Besucherzahlen. Susanne Winkler und Werner Michael Schwarz im Interview über das Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum.

Der Ludo-Hartmann-Hof in der Albertgasse 13-17 im 8. Bezirk. Foto: Martin Gerlach jun., Wien Museum, Inv.-Nr. 57962/62
Margit und Erich Lessing
Gekündigt und verfolgt
Das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands hat die Geschichte der Wiener Gemeindebauten in den Jahren 1933/34 bis 1945 erforscht und dazu einen Sammelband herausgegeben, in dem auch Schicksale von verfolgten Bewohner:innen erzählt werden. Ein Beispiel: Der spätere Fotograf Erich Lessing und seine Mutter Margit.

Franz Schacherl: Siedlung „Am Laaer Berg“ (heute: Holzknechtgasse 47), Foto: Martin Gerlach jun., 1932, Wien Museum, Inv.-Nr. 59161/609
Der Architekt Franz Schacherl
„Keinen Prunk und keine Schnörkel“
Vor 130 Jahren wurde der Architekt Franz Schacherl (1895–1943) geboren. Vielen mag er nicht bekannt sein, dennoch gilt er als Schlüsselfigur des Wohnbaus in Österreich. Der „radikale Sozialist“ gehörte in den 1920er Jahren zu den Wegbereitern einer modernen Architektur für den „proletarischen“ Menschen.

Bildstatistik „Wohndichte in Großstädten“, 1930, Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum (Hg.): Gesellschaft und Wirtschaft. Bildstatistisches Elementarwerk, Leipzig: Bibliographisches Institut, Otto and Marie Neurath Isotype Collection, University of Reading
Otto Neurath und die Wiener Methode der Bildstatistik
Vielseitig ist eine Untertreibung
Im Roten Wien entwickelte Otto Neurath mit seinem Team eine universale Bildsprache. Das Ziel: Wissen für alle in einfacher Form. Wie vielseitig Neurath selbst war, geht in der historischen Rezeption oft unter – aber genau diese Vielseitigkeit trug maßgeblich zum anhaltenden Erfolg seiner Methode bei.

Detail der Eingangstür des Mathematischen Seminars der Universität Wien, Boltzmanngasse 5. Treffpunkt des Wiener Kreises von 1924 bis 1936, Wiener Kreis Gesellschaft
Orte des Wiener Kreises
Ein bürgerlicher Salon, ein „heruntergekommenes Haus“
Die Diskussionen des Wiener Kreises spielten sich nicht nur an der Universität ab. Orte des Roten Wien, Kaffeehäuser und Wohnungen wurden zu wichtigen Treffpunkten. An den Wohnungen zweier wesentlicher Proponenten, Moritz Schlick und Otto Neurath, lässt sich die Heterogenität dieses philosophischen Zirkels illustrieren.