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Ludwig Hohl mit Katze, 1931, Schweizerischen Nationalbibliothek, Nachlass Ludwig Hohl, C-4-F-31
Der Schweizer Schriftsteller Ludwig Hohl in Wien 1930
Irrfahrten zwischen Ring und Prater
Ludwig Hohl (1904-1980) war ein Außenseiter der Schweizer Literatur und wurde als Suhrkamp-Autor erst spät bekannt. Eine Lebenskrise führte ihn 1930 zu einem Freund nach Wien. Hier lernte er das Biertrinken, zog ruhelos durch die Stadt, erlebte die sozialen Spannungen der Zeit – und erwachte politisch.

Hotel Astoria, Ansichtskarte (Ausschnitt), um 1930, Wien Museum, Inv.-Nr. 309759
Die Pionierjahre des Hotels Astoria
Inklusive Ozonanlage und Zentralstaubsauger
Nachdem die Zahl der Hotels in Wien viele Jahre lang stagniert hatte, setzte um 1900 ein spürbarer Aufschwung ein. Die k.k. Reichshaupt- und Residenzstadt suchte auch im touristischen Sinne den Anschluss an die weite Welt. Bestehende Hotelbetriebe wurden erweitert und modernisiert, zahlreiche neue entstanden mit teils exklusivster Ausstattung. Beispielgebend dafür war das Hotel Astoria in der Wiener Innenstadt.

Studierende der Akademie der bildenden Künste Wien bei der Begutachtung in der Hermesvilla, Foto: Robert Vanis, Akademie der bildenden Künste Wien
Die Hermesvilla aus restauratorischer Sicht
Traumschloss auf dem Prüfstand
Die Hermesvilla bildet verschiedene Zeitschichten ab: von Elisabeths Nutzung ab 1886 über den Verfall nach 1918 bis hin zur Widmung als Museum. Erstmals wurden nun die verwendeten Materialien und Techniken der Innenarchitektur- und Ausstattung restauratorisch dokumentiert. Ein Interview mit der Projektleiterin Monika Kammer von der Akademie der bildenden Künste Wien.

Robert Kotas: Forum Kino, 1949-1950, Fassade, Nachtaufnahme (Ausschnitt), Foto: Lucca Chmel, 1950, Bildarchiv Austria/ÖNB
Robert Kotas und die Wiener Kinos der Nachkriegszeit
Architektur für die Nacht
Nach 1945 erlebten Kinos in Wien einen wahren Bauboom, viele davon stammen von einem Architekten: Robert Kotas (1904-1973). Mit rund 40 Kino-Neu- und Umbauten, vorwiegend in Wien, prägte er die Kinolandschaft der Nachkriegszeit. Er verstand Kino als Erlebnisraum, bei dem neben dem Kinosaal auch alle öffentlich zugänglichen Nebenräume einem modernen Konzept im Sinne des Gesamtkunstwerks folgten.

Wetti Schaffgotsche, Foto: Atelier Grill (Ausschnitt), Donaueschingen, 1926. © Michael Huey und Familienarchiv Witt-Dörring
Michael Hueys Buch über den Grafen Felix „Wetti“ Schaffgotsche
„Ich fühle mich wie eine Primadonna“
In den USA wurde Felix „Wetti“ Schaffgotsche dafür bekannt, dass er als Scout das Sun Valley-Skigebiet „entdeckte“ und touristisch mitentwickelte. In der großangelegten biografischen Spurensuche des Künstlers Michael Huey erweist sich der Sprössling einer österreichischen Adelsfamilie als ambivalenter Lebe- und Geschäftsmann zwischen libertärem Individualismus und Begeisterung für die Nationalsozialisten.

Friedrich Ohmann, Sala Terrena im Oberen Belvedere, 1886, Wien Museum, Inv.-Nr. 106881
Eine Vorschau auf die große Friedrich Ohmann-Ausstellung 2027
Barocke Moderne
Das Glashaus im Burggarten, das Wienfluss-Portal im Stadtpark und das Denkmal für Kaiserin Elisabeth im Volksgarten zählen zu den bekanntesten Bauten Wiens. Der Name ihres Schöpfers, Friedrich Ohmann, ist dagegen weitgehend vergessen – zu Unrecht, wie eine große Ausstellung zeigen soll, die ab April 2027 im Wien Museum zu sehen sein wird.

Illustration: Lukrezia, www.lukrezia.org
Buch zu 50 Jahre Arena
„Das Ärgste und Leiwandste, das ich je gemacht hab“
Constanze C. Czutta gehört seit 17 Jahren zum Arena-Team, hat sich intensiv mit deren Geschichte beschäftigt, die Community Gallery-Ausstellung zur Arena im Wien Museum kuratiert und vor allem das große 50-Jahre-Arena-Buch geschrieben und gestaltet. Ein Gespräch über die Publikation, in der Hirn und Herzblut steckt.

Robert Örley, 1908, Foto: Atelier Madame d’Ora / APA-Images / ÖNB-Bildarchiv
Zum 150. Geburtstag von Robert Örley
Ein fast vergessener Baukünstler
Robert Örley (1876–1945) zählte mit seinen Möbelentwürfen und ersten Stadtvillen schon kurz nach 1900 zu den herausragenden Protagonisten der Wiener Moderne. Drei zentrale Bauten des Autodidakten werden im Folgenden vorgestellt.

Das Porrhaus und sein Nachbargebäude in der Operngasse (Ausschnitt), 1931, Foto: Österreichische Lichtbildstelle/ÖNB
Der Architekt und Designer Egon Riss
Small, Medium, Large, X-Large
Egon Riss prägte mit seinen Bauten das Rote Wien, designte im Londoner Exil ein ikonisches Bücherregal und entwarf dann ganze Gebäudekomplexe für die schottische Kohleindustrie. Anlässlich seines 125. Geburtstags wird sein Werk erstmals in seiner Gesamtheit gewürdigt – mit einer Londoner Ausstellung samt Begleitpublikation.

Christoph Scharff: Fotoserie Donauinsel (Ausschnitt), 1983, Wien Museum
Impressionen von der Großbaustelle Donauinsel
Landschaft im Umbruch
Neun Monate lang streifte der Wiener Fotograf Christoph Scharff im Jahr 1983 durch das Areal des Überschwemmungsgebiets, das damals gerade zur Donauinsel und zur Neuen Donau umgebaut wurde. Seine Dokumentation einer neu entstehenden Landschaft ist nun als Schenkung ins Wien Museum gekommen.