Menschen
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Erwin Dominik Osen (?), Egon Schiele und Anton Peschka in Krumau, 1910, Foto:
Wien Museum © Privatarchiv
Aus den Nachlasskorrespondenzen der Familie Schiele-Peschka
Lebenslinien
Egon Schiele und Anton Peschka waren Freunde, Schwäger und beide Künstler. Einer wesentlich erfolgreicher als der andere. Der umfangreiche Nachlass der Familie Peschka ist Thema einer aktuellen Ausstellung im Wien Museum. Er dokumentiert nicht nur deren Kunstschaffen, sondern enthüllt auch bisher unbekannte Details der Familiengeschichte.

Chia Chai Wu (rechts) mit seinen Köchen, um 1970, Familie Wu
Geschichte der China-Restaurants in Wien – Teil 2
Trendsetter mit Essstäbchen
Huhn süß-sauer mit Bambussprossen und Morcheln – ob dieses fernöstliche Geschmackserlebnis authentisch gewesen sein mag oder nicht, der Unternehmer Chia Chai Wu lud ab 1963 die Seitenblicke-Gesellschaft in sein China-Restaurant in der Porzellangasse ein und startet einen Trend, an dem bald niemand mehr vorbeikam.

Foto: Susanna Hofer
Die pessimistische Philosophin Helene von Druskowitz
Zauberreich
Sie lebte zwischen Wien, Zürich und Dresden. Ihre Biographie ist geprägt von philosophischen Studien, der Liebe zu Frauen und dem Ringen um ihre psychische Gesundheit: Eine Nachzeichnung von Helene von Druszkowitz' bewegtem Leben.

Punk Michael Tagunoff am Naschmarkt, 1981, Foto: Michael Snoj
Buch über Punk um 1980
Totgeglaubte leben länger
Als Punk vor fünfzig Jahren Wien erreichte, entstand eine kleine Szene, die mit provokantem Outfit, wilden Konzerten und viel Kreativität die Stadt aus ihrem Dämmerschlaf holte. Ein Auszug aus einer neuen Wien Museum-Publikation mit dem Titel Wien du tote Stadt.

Kulturstadträtin Gertrude Fröhlich-Sandner bei der Eröffnung der Wiener Festwochen am Rathausplatz, 24. Mai 1975, APA-Images / brandstaetter images / Votava
Zum 100. Geburtstag von Gertrude Fröhlich-Sandner
„Der größte Fehler in der Demokratie ist: nichts zu tun.“
Die Arena-Besetzung 1976 war für die damalige Vizebürgermeisterin und Kulturstadträtin Gertrude Fröhlich-Sandner der Härtetest. Auch sonst waren die Jahre ihres politischen Wirkens eine bewegte Zeit mit dem Anspruch, Kultur und Bildung möglichst allen zugänglich zu machen.

Der österreichische Journalist und Schriftsteller Raoul Auernheimer (Ausschnitt), 1921,
APA-Images / brandstaetter images / Archiv Setzer-Tschiedel
Zum 150. Geburtstag des Schriftstellers Raoul Auernheimer
Wien und die leere Weite
Er war der erste Präsident des österreichischen PEN-Clubs, zählte zum Kreis der Literatengruppe Jung Wien, war mit Arthur Schnitzler befreundet und den Nationalsozialisten ein Dorn im Auge. Nach seiner Flucht in die USA konnte Raoul Auernheimer nicht mehr an seine literarischen Erfolge anschließen, blieb innerlich aber seiner Heimatstadt Wien eng verbunden.

Fotoserie aufgenommen von Josef Strof über das Shanghai Speisehaus, für die Zeitschrift „Radio Wien“, 1948, Wien Museum, Inv.-Nr. 194523
Geschichte der China-Restaurants in Wien – Teil 1
Chinesisches Erdäpfelgulasch
Keine europäische Stadt kommt heute ohne China-Restaurants aus. Auch aus dem Wiener Stadtbild sind sie nicht wegzudenken. Doch seit wann gibt es sie eigentlich und was wissen wir über die Leute, die sie betrieben? Eine Spurensuche zwischen Geopolitik und Familiengeschichte, Erdäpfelgulasch und Seeschwalbennestern.

Sonntagsausflug ins Überschwemmungsgebiet, 1928, Privatfoto, Matthias Marschik
Das Inundationsgebiet in Wien
Wilde Wiese
Eine 20 Kilometer lange Freifläche, die sich quer durch die Stadt zog, und auf der zwischen Familienausflug, Schwarzmarkt und politischen Treffen so ziemlich alles stattfand, was erlaubt und nicht erlaubt war: Das Inundationsgebiet war ab 1875 die Vorgängerin der Donauinsel.

Marie Langer, um 1930
Aus den Erinnerungen von Marie Langer
Kommunistin statt Dame
In Lateinamerika wurde Marie Langer (1910 - 1987) eine der wichtigsten Psychoanalytikerinnen, davor kämpfte sie als Kommunistin im Spanischen Bürgerkrieg. Aufgewachsen ist Langer in einer großbürgerlichen Wiener Familie. In ihren Erinnerungen, die nun wieder publiziert wurden, erzählt sie von jungen Jahren in Umbruchszeiten – u. a. von überkommenen Rollenbildern und Moralvorstellungen. Ein Auszug.

Solidarität auf dem Volksstimmefest im Prater, 1975, Foto: privat, Verein zur Förderung der österreichisch-chilenischen Erinnerungskultur
Flucht von Chile nach Wien
„Macondo-City“
Nach dem Militärputsch in Chile 1973 mussten zehntausende Menschen fliehen. Nicht wenige wählten Wien als Zufluchtsort. Im Interview erzählt Marcela Torres, wie der Sozialismus die beiden weit entfernten Orte verband und welche surrealen Assoziationen Simmering bei den Ankommenden weckte.