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Der Literat Karl Maria Kertbeny und die Erfindung des Begriffes „Homosexuell“

Karl Maria Kertbeny, Stahlstich von A. Weger nach Wilhelm von Kaulbach (Ausschnitt), um 1859, Archiv Dino Heicker

Der Literat Karl Maria Kertbeny und die Erfindung des Begriffes „Homosexuell“

Fremdling in der Muttersprache

Eine Google-Suche nach „homosexuell“ bringt aktuell ungefähr 14.800.000 Ergebnisse, eine nach „heterosexuell“ immerhin 6.200.000 Treffer. Aber kaum jemand kennt den Namen oder die Biografie von Karl Maria Kertbeny, dem Erfinder dieser Begriffe, der vor 200 Jahren in Wien geboren wurde. Eine Spurensuche von Budapest bis Paris.

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Fischer von Erlach-Ausstellung

Ausstellungsansicht „Fischer von Erlach. Entwurf einer historischen Architektur“, Foto: Werner Feiersinger

Fischer von Erlach-Ausstellung

Der weite Horizont

Die Ausstellung über Johann Bernhard Fischer von Erlach (1656–1723) ist die erste seit über 70 Jahren, die das Werk des bahnbrechenden Barock-Architekten umfassend beleuchtet. Mit der Gestaltung durch Werner Feiersinger wird sie zugleich in einen zeitgenössischen künstlerischen Kontext gestellt.

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Die Geschichte der Afrikanerin Machbuba

Moritz Michael Daffinger: Die Nubierin des Fürsten Pückler-Muskau, Aquarell, undatiert, in: Gilhofer & Ranschburg (Hg.), Aquarelle, Ölgemälde und farbige Kupferstiche aus dem Besitze eines österreichischen Erzherzogs und aus der Sammlung Dr. August Heymann, Wien, 1933.

Die Geschichte der Afrikanerin Machbuba

Versklavt, verschleppt – befreit?

1840 erscheint ein preußischer Fürst in Begleitung eines Mädchens aus Nordost-Afrika auf Wiener Bällen und in Salons und sorgt für reichlich Aufsehen. Dabei handelt es sich nur um eine späte Episode aus dem bewegten, kurzen Leben der Machbuba (ca. 1825–1840). Im Interview erzählt Ethnologin Kerstin Volker-Saad, was die Forschung über Machbubas Herkunft, ihre Versklavung und über ihre Zeit in Europa herausfinden konnte.

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Zum 100. Geburtstag von Elfi Dassanowsky

Elfi Dassanowsky in Los Angeles, 1999, mptv / picturedesk.com

Zum 100. Geburtstag von Elfi Dassanowsky

In Eigenregie

Sie spielte ausgezeichnet Klavier, trat als Sängerin und Schauspielerin auf und verweigerte dem NS-Regime die Zusammenarbeit. Nach dem Krieg wurde die vieltalentierte Elfi Dassanowsky als Produzentin eine der treibenden Kräfte des österreichischen Films, ehe sie nach Hollywood ging.

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Hugo von Hofmannsthals Refugium in Rodaun

Hugo von Hofmannsthal mit seiner Tochter Christiane auf der Freitreppe seines Wohnhauses in Rodaun, 1920er Jahre, Nachlass Hofmannsthal, Freies Deutsches Hochstift, Frankfurt a.M.

Hugo von Hofmannsthals Refugium in Rodaun

Das „ganz unbegreifliche Aufeinmal-da-sein“

Hugo von Hofmannsthal sehnte sich nach einem Landhaus, um in Ruhe schreiben zu können: Ab 1900 bis zu seinem Tod 1929 wohnte er im sogenannten Fuchs-Schlössel in Rodaun, das er mit modernen und historischen Möbeln, Kunstwerken und ausgewählten Objekten einrichtete. Doch der Charme des Hauses hielt der Realität nicht stand.

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Der Hormonforscher Eugen Steinach

Der Sexualforscher Eugen Steinach (Ausschnitt), um 1940, Austrian Archives / brandstaetter images / picturedesk.com

Der Hormonforscher Eugen Steinach

Weltberühmt – aber für das Falsche

„Jung, jung kann ich wieder werden, Jung, jung kann ich wieder sein!“ Dieser Refrain aus dem beschwingten Foxtrott ‚Steinach-Rummel‘ von 1920 beschreibt den weltweiten Hype, der durch die Verjüngungsbehandlungen des Hormon-Forschers Eugen Steinach (1861-1944) ausgelöst wurde.

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Belinda Kazeem-Kamiński im Interview

Belinda Kazeem-Kamiński, Still aus Unearthing: In Conversation, 2017

Belinda Kazeem-Kamiński im Interview

Koloniales Posieren

Belinda Kazeem-Kamiński entnimmt historischen Fotos eine Pose, hebt sie hervor und lässt ihr Publikum dadurch über Kolonialismus in der Vergangenheit und seine Konsequenzen im Heute nachdenken. Die Künstlerin wurde 2023 mit dem Msgr. Otto Mauer Preis ausgezeichnet. Aus diesem Anlass zeigt das Jesuitenfoyer ihre Ausstellung „Strike a Pose“. Im Interview erzählt sie über ihren Umgang mit gewaltvoller Geschichte, was sie sich von Museen wünscht und wie sie koloniale Poser ins Wanken bringt.

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Kafka in Kierling

Das letzte bekannte Foto Franz Kafkas aus dem Herbst 1923 (Ausschnitt), der Fotograf ist unbekannt. Ullstein Bild / picturedesk.com

Kafka in Kierling

Vom Verstummen

Am 3. Juni 2024 jährt sich der Todestag von Franz Kafka zum 100. Mal. Das heurige Jahr lenkt den Blick einmal mehr auf den kleinen Ort Kierling bei Klosterneuburg, wo der Schriftsteller die letzten Wochen bis zu seinem Tod in einem Privatsanatorium verbrachte. Das Haus blieb nahezu unverändert und beherbergt eine kleine Gedenkstätte.

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Otto Kallir und die Neue Galerie 1923–1954

Neue Galerie, Ausstellungsansicht der Eröffnungsausstellung Egon Schiele, 1923, Courtesy Kallir Research Institute, NY

Otto Kallir und die Neue Galerie 1923–1954

Mut und ein Blick für die Avantgarde

Der Kunsthändler Otto Kallir bereitete in New York den Weg für Künstler der Wiener Moderne wie Klimt, Schiele und Gerstl. Eine aktuelle Ausstellung in der Galerie nächst St. Stephan beleuchtet nun seine Tätigkeiten in Wien und rollt die Geschichte seiner Neuen Galerie in der Grünangergasse 1 auf.

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Louis Engelbert von Arenberg und die Zeit der Revolutionskriege – Teil 2

Johann Andreas Ziegler (Kupferstecher), Laurenz Janscha (Zeichner): „Versammlung der schönen Welt bey den Kaffee-Häusern in der großen Prater=Allée." / "L'Assemble aux Caffées dans la grande Allée du Prater.“ (Ausschnitt), kolorierter Kupferstich, um 1795, Wien Museum Inv.-Nr. 18999

Louis Engelbert von Arenberg und die Zeit der Revolutionskriege – Teil 2

Adeliger Alltag im Wiener Exil

Der „blinde Herzog“ Louis Engelbert von Arenberg lebte seine Begeisterung für Gärten auch in Wien aus, ging im Prater spazieren, lud zu Diners nach Gumpendorf, ließ sich von seinem Sekretär aus politischen Schriften vorlesen, besuchte Konzerte und spielte Whist und Tric Trac. Teil 2 einer biografischen Annäherung.

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