Beiträge zum Thema Architektur
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Studierende der Akademie der bildenden Künste Wien bei der Begutachtung in der Hermesvilla, Foto: Robert Vanis, Akademie der bildenden Künste Wien
Die Hermesvilla aus restauratorischer Sicht
Traumschloss auf dem Prüfstand
Die Hermesvilla bildet verschiedene Zeitschichten ab: von Elisabeths Nutzung ab 1886 über den Verfall nach 1918 bis hin zur Widmung als Museum. Erstmals wurden nun die verwendeten Materialien und Techniken der Innenarchitektur- und Ausstattung restauratorisch dokumentiert. Ein Interview mit der Projektleiterin Monika Kammer von der Akademie der bildenden Künste Wien.

Robert Kotas: Forum Kino, 1949-1950, Fassade, Nachtaufnahme (Ausschnitt), Foto: Lucca Chmel, 1950, Bildarchiv Austria/ÖNB
Robert Kotas und die Wiener Kinos der Nachkriegszeit
Architektur für die Nacht
Nach 1945 erlebten Kinos in Wien einen wahren Bauboom, viele davon stammen von einem Architekten: Robert Kotas (1904-1973). Mit rund 40 Kino-Neu- und Umbauten, vorwiegend in Wien, prägte er die Kinolandschaft der Nachkriegszeit. Er verstand Kino als Erlebnisraum, bei dem neben dem Kinosaal auch alle öffentlich zugänglichen Nebenräume einem modernen Konzept im Sinne des Gesamtkunstwerks folgten.

Friedrich Ohmann, Sala Terrena im Oberen Belvedere, 1886, Wien Museum, Inv.-Nr. 106881
Eine Vorschau auf die große Friedrich Ohmann-Ausstellung 2027
Barocke Moderne
Das Glashaus im Burggarten, das Wienfluss-Portal im Stadtpark und das Denkmal für Kaiserin Elisabeth im Volksgarten zählen zu den bekanntesten Bauten Wiens. Der Name ihres Schöpfers, Friedrich Ohmann, ist dagegen weitgehend vergessen – zu Unrecht, wie eine große Ausstellung zeigen soll, die ab April 2027 im Wien Museum zu sehen sein wird.

Illustration: Lukrezia, www.lukrezia.org
Buch zu 50 Jahre Arena
„Das Ärgste und Leiwandste, das ich je gemacht hab“
Constanze C. Czutta gehört seit 17 Jahren zum Arena-Team, hat sich intensiv mit deren Geschichte beschäftigt, die Community Gallery-Ausstellung zur Arena im Wien Museum kuratiert und vor allem das große 50-Jahre-Arena-Buch geschrieben und gestaltet. Ein Gespräch über die Publikation, in der Hirn und Herzblut steckt.

Robert Örley, 1908, Foto: Atelier Madame d’Ora / APA-Images / ÖNB-Bildarchiv
Zum 150. Geburtstag von Robert Örley
Ein fast vergessener Baukünstler
Robert Örley (1876–1945) zählte mit seinen Möbelentwürfen und ersten Stadtvillen schon kurz nach 1900 zu den herausragenden Protagonisten der Wiener Moderne. Drei zentrale Bauten des Autodidakten werden im Folgenden vorgestellt.

Das Porrhaus und sein Nachbargebäude in der Operngasse (Ausschnitt), 1931, Foto: Österreichische Lichtbildstelle/ÖNB
Der Architekt und Designer Egon Riss
Small, Medium, Large, X-Large
Egon Riss prägte mit seinen Bauten das Rote Wien, designte im Londoner Exil ein ikonisches Bücherregal und entwarf dann ganze Gebäudekomplexe für die schottische Kohleindustrie. Anlässlich seines 125. Geburtstags wird sein Werk erstmals in seiner Gesamtheit gewürdigt – mit einer Londoner Ausstellung samt Begleitpublikation.

Bauarbeiten am westlichen Teil des Restaurants, aus: Fotoalbum Kahlenberg Restaurant 1935–1936. Privatbesitz, Reproduktion Christian Hlavac
Zum Bau des Kahlenberg-Restaurants in den 1930er Jahren
Prestigebau mit Panoramablick
Anstelle des aus der Weltausstellungszeit stammenden Kahlenberg-Hotels wurde in den 1930er-Jahren ein Restaurant in moderner Formensprache errichtet. Zahlreiche, zum Teil bisher unbekannte Aufnahmen vom Bau lassen uns in eine Zeit blicken, in der es in kurzen Abständen zu deutlichen politischen Umbrüchen in der Stadt Wien kam.

Jun Yang als Bub vor dem elterlichen Lokal „Tien Tsin“, um 1984, privat
Geschichte der China-Restaurants in Wien – Teil 3
Coming Home
Ein Bub posiert Anfang der 1980er Jahre vor dem elterlichen China-Restaurant für die Kamera. Etwa 20 Jahre später wird er eine neue Richtung für die Szene vorgeben: Künstler und Architekt Jun Yang erzählt von Identität, einem Wok in Flammen und wie er mit seinem Gastro-Konzept aus alten Klischees ausbrechen konnte.

Gartenansicht der Villa Beer, 1930, Foto: Julius Scherb
Die Menschen der Villa Beer
„Es hat alles so gut ausgesehen …“
Ab dem 8. März 2026 ist die Villa Beer in Hietzing, ein Schlüsselwerk der zweiten Wiener Moderne, für das Publikum zugänglich. Dank der Sanierung und Öffnung durch die Villa Beer Foundation werden die Qualitäten der Architektur von Josef Frank und Oskar Wlach erfahrbar. Ein Einblick in die Lebenswelt und das Schicksal seiner jüdischen Bauherrschaft sowie weiterer Bewohnerinnen und Bewohner.

New City – Ingenius Baukasten, 1924 bis vermutlich 1929, Sammlung Claus Krieger
Historische Architektur-Baukästen
Als Frank bauen lernte
Im 18. Jahrhundert gab es in Europa die ersten Baukästen. Heute sind Bausteine in fast jedem Kinderzimmer in mehr oder weniger elaborierter Form zu finden – und beschäftigen auch Erwachsene oft stundenlang. Eine Spurensuche zwischen modularem Denken und Zerstörungslust, Bauhaus-Ästhetik und „Wiener Wundersteinen“.