Beiträge zum Thema Kirche
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Panorama von Wien gegen Süden von der Peterskirche aus, rechts der Mitte der Turm der Michaelerkirche, Lithographie nach Jakob von Alt, um 1830, Wien Museum, Inv.-Nr. 239978/1
Der Turm der Michaelerkirche – eine Baugeschichte
„… durch die Erdtpidem zum taill eingeworffen…“
Inmitten der Wiener City erhebt sich der Kirchturm von St. Michael, der die Skyline der Stadt seit Jahrhunderten prägt. Seine Geschichte reicht bis ins Mittelalter zurück, als er unter anderem zur Feuerwache genutzt wurde. Große Herausforderungen gibt es für das hoch aufragende architektonisch-konstruktive Meisterwerk bis heute.

Notkirche zum hl. Josef am Wolfersberg, errichtet 1934, Foto: Martin Gerlach jun., Wien Museum, Inv.-Nr. 57572/22
Notkirchen in Wien
Sakrale Provisorien in Zeiten der Not
Die sogenannten Notkirchen wurden insbesondere nach den Zerstörungen der Weltkriege gebaut, um den Gläubigen weiterhin einen Raum für religiöse Zusammenkünfte zu bieten. Als Übergangslösungen gedacht, überdauerten sie oft erstaunlich lang die Zeit.

Die Kauffmann-Orgel mit provisorisch gesicherten Prinzipalpfeifen, Foto: C. Stadler, Bwag
Die Riesenorgel im Stephansdom
12.000 Pfeifen, 130 Register: 1 Instrument
Die Riesenorgel von St. Stephan wurde beim Brand im April 1945 zerstört. In den 1950er Jahren erfolgte ein Wiederaufbau, infolgedessen das Instrument allerdings lange Zeit gering geschätzt wurde. Mit der neuerlichen Restaurierung und Einweihung im Jahr 2020 begann allerdings eine neue Ära.

Stephansdom, ca. 2010, Fotograf: Helmut Graf, Hersteller: Luka Basic Edition, Wien Museum
Der Stephansdom auf Ansichtskarten
Überragendes Bildmotiv
Die Stephanskirche als Wahrzeichen und geografischer Mittelpunkt der Stadt erwies sich von Anfang an als ideales Ansichtskartenmotiv. In der Tat wurde und wird kaum ein anderes Wiener Gebäude so häufig abgebildet, als monumentaler Solitär mit dem ikonischen gotischen Südturm oder hoch aufragend über dem Häusermeer der Stadt.

Das Funkhaus, 1937, Lichtbildstelle / ÖNB-Bildarchiv / picturedesk.com
Repräsentativbauten des Austrofaschismus in Wien
Monumental, funktional, sakral
Das Dollfuß-/Schuschnigg-Regime wollte sich durch die Errichtung von Repräsentativbauten ins Gedächtnis der Stadt Wien einschreiben. Davon konnte nur das Funkhaus in der Argentinierstraße fertig gestellt werden. Die Pläne für ein „Fronthaus“ nahe der Hofburg und eine „Frontführerschule“ im Fasangarten wurden bis 1938 zwar nicht vollständig realisiert, zeigen aber viel vom Selbstverständnis des Regimes.

Kirche am Steinhof, Foto: Lisa Rastl/Wien Museum
Otto Wagner Kirche am Steinhof
Vom Glauben bei Licht
Otto Wagners Kirche am Steinhof war die erste moderne Kirche Europas und lockt als Gesamtkunstwerk der Moderne viele Besucher*innen an. Seit kurzem wird der Bau vom Wien Museum betreut.

Demontage des Stephansdommodells durch das Restaurierungsteam, Foto: Lisa Rastl/Wien Museum
Historisches Stephansdom-Modell
Vom Dachboden des Doms ins Depot des Museums
Ein Highlight für unsere neue Dauerausstellung: Das fünf Meter hohe historische Modell von St. Stephan aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stand bislang am Dachboden des Doms. Im Sommer wurde es in einer spektakulären Aktion abgebaut und ins Depot gebracht: Hier ist der Film dazu!

Die Bar des Grand Cafe am Alsergrund, Foto: Stephan Doleschal
Mid Century Vienna
Zurück in die Zukunft
Jugendstil, Gründerzeit oder die Gemeindebauten der Zwischenkriegszeit werden gemeinhin als das Wiener Stadtbild prägende Stilrichtungen assoziiert. Architektur, Design und Interieurs der 1950er bis 1960er Jahre dagegen haben in der kollektiven Wahrnehmung bislang weit weniger Beachtung gefunden. Dabei sind die Wiener Repräsentanten des „Mid Century Modern“ allgegenwertig. Ein neues Projekt will sie nun ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken.

Blick auf den Hauptaltar nach dem Brand 1945, anonyme Fotografie, Wien Museum
Brand des Stephansdomes 1945
„Die Russen waren es“ – nicht
Der Brand des Stephansdomes im April 1945 ist ein nationaler Mythos. Jahrzehntelang wurde erzählt, sowjetische Soldaten hätten den Brand gelegt. Mittlerweile ist dies widerlegt, doch die historische Wahrheit ruft immer noch heftige Reaktionen hervor.