Beiträge zum Thema Nachtleben
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Autogrammkarte Miss Electra, um 1970, Circus- und Clownmuseum Wien
Artistin Miss Electra
15 Minuten Hochspannung
Bei Miss Electra sprang der Funke im wahrsten Sinne des Wortes über, wenn sie ab den 70er Jahren in Varietés unter Starkstrom gesetzt wurde und zum Glühen brachte, was ihr in die Hand gegeben wurde. Gemeinsam mit ihrem Mann Teddy Horn, der die Kunststücke technisch konzipierte, brachte sie in ganz Europa das Publikum zum Staunen. „Wir haben nie Pause gemacht“, erinnert sich die Artistin im Ruhestand.

Ludwig Hohl mit Katze, 1931, Schweizerischen Nationalbibliothek, Nachlass Ludwig Hohl, C-4-F-31
Der Schweizer Schriftsteller Ludwig Hohl in Wien 1930
Irrfahrten zwischen Ring und Prater
Ludwig Hohl (1904-1980) war ein Außenseiter der Schweizer Literatur und wurde als Suhrkamp-Autor erst spät bekannt. Eine Lebenskrise führte ihn 1930 zu einem Freund nach Wien. Hier lernte er das Biertrinken, zog ruhelos durch die Stadt, erlebte die sozialen Spannungen der Zeit – und erwachte politisch.

Kapperle Sammlung Gerri Geiger, Foto: Jürgen Glück
Die Kapperle-Sammlung von Gerri Geiger
„Schützt!“
25 Jahre lang verkaufte Gerri Geiger den Augustin auf den Straßen Wiens, bis er im Jänner diesen Jahres verstarb. Seine Stammroute führte ihn durch Lokale am Gürtel. Bekanntheit erlangte er nicht zuletzt durch seine auffälligen Kopfbedeckungen. Dass er eine Sammlung mit über 2.000 Kappen aufgebaut hatte, wussten allerdings die wenigsten. Ein neues Buch stellt nun Gerri und seine „Kapperle“ vor.

Illustration: Lukrezia, www.lukrezia.org
Buch zu 50 Jahre Arena
„Das Ärgste und Leiwandste, das ich je gemacht hab“
Constanze C. Czutta gehört seit 17 Jahren zum Arena-Team, hat sich intensiv mit deren Geschichte beschäftigt, die Community Gallery-Ausstellung zur Arena im Wien Museum kuratiert und vor allem das große 50-Jahre-Arena-Buch geschrieben und gestaltet. Ein Gespräch über die Publikation, in der Hirn und Herzblut steckt.

Arena, 2026, Foto: Klaus Pichler, Wien Museum
50 Jahre Arena-Ausstellung in der Community Gallery
Jedenfalls ist es Liebe!
50 Jahre Arena: Das Jubiläum von Wiens wichtigstem Ort für alternative Musik- und Jugendkultur ist Anlass für eine Ausstellung in der Community Gallery des Wien Museums. Neben Historischem steht dabei das Selbstverständnis der heutigen „Arenaut:innen“ im Mittelpunkt.

Punk Michael Tagunoff am Naschmarkt, 1981, Foto: Michael Snoj
Buch über Punk um 1980
Totgeglaubte leben länger
Als Punk vor fünfzig Jahren Wien erreichte, entstand eine kleine Szene, die mit provokantem Outfit, wilden Konzerten und viel Kreativität die Stadt aus ihrem Dämmerschlaf holte. Ein Auszug aus einer neuen Wien Museum-Publikation mit dem Titel Wien du tote Stadt.

Cabaret Renz, 1960er Jahre, Sammlung Peter Payer
Das Renz in der Leopoldstadt
„Montmartre à Vienne“
Das Lokal Renz in der Lepoldstadt liegt seit Langem im Dornröschenschlaf. Wenngleich man im Vorbeigehen ahnt, dass dies einmal ein schillernder Ort mit großer Strahlkraft gewesen sein muss. Eine Geschichte zwischen Unterhaltung, Varieté, Prominenz und Niedergang.

Die Blue Box in der Richtergasse im 7. Bezirk, 1987, Foto: Nora Schuster / brandstaetter images / picturedesk.com
Ausgehen im Wien der 80er und 90er
„Am besten sofort“
Wo findet man in dieser grauen Stadt ein cooles Lokal? Gibt´s irgendwo ein WG-Zimmer ohne Klo am Gang? Und wann lässt mich der Conny ins U4? In dem Buch „Branntweiner, Blue Box und Bermuda Dreieck“ erinnern sich Kultur-, Medien- und sonstige Szeneleute ans Ausgehen und den Rest des Lebens im Wien der 80er und 90er Jahre – Hangover garantiert!

Foto aus: Das neue Schweineschlachthaus im III. Bezirke in Wien. Wien, 1910
Zur Geschichte der Arena Wien
Von der Kuhweide zum Kulturverein
Dass die „Arena Wien“ einst Teil eines Schlachthofes war, ist bekannt. Doch wie kam es überhaupt dazu, dass in St. Marx ein Schlachthof gebaut wurde? Und wie kam es zur Besetzung 1976? Ein historischer Rückblick – vom Schlachthauszwang bis zum Denkmalschutz.

Schild von der Regenbogenparade 2009 / H.A.P.P.Y-Archiv / Christopher Wurmdobler und Orlando Pescatore / Wien Museum
H.A.P.P.Y – Queere Avantgarde in Wien
Trashig, spaßig, politisch
H.A.P.P.Y queerte seiner Zeit voraus, als „queer“ selbst noch kein Begriff war. Seit den Anfängen in der Wiener Clubszene der 1990er Jahre vervielfältigte sich das Schaffen des Kollektivs in alle Richtungen. Weit über ein Jahrzehnt wurde in zahllosen Partys, Fernsehsendungen, Umzügen und Bühnenshows gefeiert, persifliert, irritiert und Kritik geübt. Als oberste Prinzipien galten der Ulk sowie der „schlechte Geschmack“. Der Nachlass des H.A.P.P.Y-Gründers Thomas „Tomtschek“ Seidl (1968 – 2011) befindet sich in Teilen im Wien Museum.