Beiträge zum Thema Biografie
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Ausschnitt aus einer Originalzeichnung von Nando von Arb zu Glauser „Damals in Wien“, © Litar / Nando von Arb 2026
Friedrich Glauser-Nando von Arb-Ausstellung in der Zürcher Galerie Litar
„Hat der Bub wieder Angst?“
Mit der Wiener Kindheit des Schriftstellers Friedrich Glauser beschäftigte sich vor zwei Jahren ein Symposium im Wien Museum. Kooperationspartnerin war die Zürcher Stiftung Litar, die nun in einer Ausstellung das Thema Kindheitsängste ins Zentrum rückt – im Dialog mit dem Künstler Nando von Arb. Dazu gibt´s eine kompakte Publikation mit der Essenz der beiden Projekte.

Wetti Schaffgotsche, Foto: Atelier Grill (Ausschnitt), Donaueschingen, 1926. © Michael Huey und Familienarchiv Witt-Dörring
Michael Hueys Buch über den Grafen Felix „Wetti“ Schaffgotsche
„Ich fühle mich wie eine Primadonna“
In den USA wurde Felix „Wetti“ Schaffgotsche dafür bekannt, dass er als Scout das Sun Valley-Skigebiet „entdeckte“ und touristisch mitentwickelte. In der großangelegten biografischen Spurensuche des Künstlers Michael Huey erweist sich der Sprössling einer österreichischen Adelsfamilie als ambivalenter Lebe- und Geschäftsmann zwischen libertärem Individualismus und Begeisterung für die Nationalsozialisten.

Marian Anderson gibt Autogramme in Wien, 1930er Jahre, Marian Anderson Collection of Photographs (Volume 6, Page 28, Item 1), Kislak Center for Special Collections, Rare Books and Manuscripts, University of Pennsylvania Libraries
Marian Anderson im Wiener Konzerthaus
Erst Schubert, dann Spirituals
Eine Karriere als Schwarze Person zu machen war sowohl in den USA als auch in Europa kein Leichtes im frühen 20. Jahrhundert. Die klassische Sängerin Marian Anderson stellte sich gegen rassistische Vorurteile und erkämpfte sich Räume für ihre Kunst. Ihre Zeit auf Wiener Bühnen spielte dabei eine wesentliche Rolle.

Rudolf Steiner, 1905, Foto: Otto Rietmann, Wikimedia Commons
Rudolf Steiners Wiener Jahre
„Alles verknotet sich“
In der Hochphase seiner Popularität füllte er mit Vorträgen ganze Konzertsäle. Doch es war ein langer und wendungsreicher Weg, bis Rudolf Steiner Anfang des 20. Jahrhunderts seine umstrittene Anthroposophie gründete. Wesentlichen Einfluss darauf hatten die Wiener Jahre von 1879 bis 1890. Eine Spurensuche zum 100. Todestag.

Moritz Michael Daffinger: Die Nubierin des Fürsten Pückler-Muskau, Aquarell, undatiert, in: Gilhofer & Ranschburg (Hg.), Aquarelle, Ölgemälde und farbige Kupferstiche aus dem Besitze eines österreichischen Erzherzogs und aus der Sammlung Dr. August Heymann, Wien, 1933.
Die Geschichte der Afrikanerin Machbuba
Versklavt, verschleppt – befreit?
1840 erscheint ein preußischer Fürst in Begleitung eines Mädchens aus Nordost-Afrika auf Wiener Bällen und in Salons und sorgt für reichlich Aufsehen. Dabei handelt es sich nur um eine späte Episode aus dem bewegten, kurzen Leben der Machbuba (ca. 1825–1840). Im Interview erzählt Ethnologin Kerstin Volker-Saad, was die Forschung über Machbubas Herkunft, ihre Versklavung und über ihre Zeit in Europa herausfinden konnte.

Louise Kolm-Fleck, Filmarchiv Austria / Nachlass Louise und Jakob Fleck
Zum 150. Geburtstag von Louise Kolm-Fleck
Pionierin hinter der Kamera
Louise Fleck gilt als erste österreichische Regisseurin und Filmproduzentin und ihr Leben ist aufs Engste mit der österreichischen Filmgeschichte zwischen 1908 und 1945 verknüpft: Von der Aufbruchsstimmung rund um die Entwicklung des Stummfilms über die goldenen 20er Jahre und den Wechsel zum Tonfilm bis zur Vertreibung durch die Nationalsozialisten und das In-Vergessenheit-Geraten nach dem Zweiten Weltkrieg.

Thomas Bernhard in einem Wiener Kaffeehaus, 1971, Foto: Otto Breicha / brandstaetter images / picturedesk.com
Thomas Bernhards Wien
Ein „Guckerl“ in die Welt
Ob „Heldenplatz“ oder Wertheimsteinpark, Dinieren im Sacher oder billig Essen in der WÖK: Wien spielt in der Biografie und im Werk Thomas Bernhards eine zentrale Rolle. Erstmals widmet sich ein Buch diesem Thema: Der historisch-biografische Stadtführer „Thomas Bernhards Wien“ von Martin Huber und Wolfgang Straub bietet nicht nur Bernhard-Fans viel Neues.

Ausschnitt des Gemäldes "Marie-Antoinette im Musselinkleid" von Élisabeth Vigée-Lebrun, Öl auf Leinwand, 1783. Hessische Hausstiftung, Quelle: Wikimedia Commons
Michaela Lindinger über Marie Antoinette
Eine Zahnspange für die Königin
In ihrer neuen Biografie über Marie Antoinette beschreibt Michaela Lindinger, Kuratorin im Wien Museum, die ikonische Habsburgerin aus überraschenden Blickwinkeln. Im Interview erklärt sie, welche Unterschiede es zwischen den Höfen in Wien und Versailles gab, warum Marie Antoinette in französischen Adelskreisen aneckte und wer den schlechten Ruf der „Ausländerin“ befeuerte.
Erhard Buschbeck und Lotte Tobisch, vermutlich in Bad Gastein, 1950er-Jahre, Wienbibliothek im Rathaus
Lotte Tobisch und Erhard Buschbeck
Zwölf Jahre Glück
Erhard Buschbeck (1889–1960) war unbestritten der zentrale Bezugsmensch von Lotte Tobisch, dessen Platz in ihren fast 60 weiteren Lebensjahren nach seinem Tod niemand einnehmen konnte. Anlässlich der Lotte Tobisch-Ausstellung in der Wienbibliothek im Rathaus: Porträt ihrer Beziehung zu dem umtriebigen Schriftsteller, Kulturpublizisten und ‚guten Geist‘ des Burgtheaters.

Porträts von Vera Ferra-Mikura, um 1950, Archiv Mikura, Repro: Victoria Nazarova
Über Vera Ferra-Mikura und ihren Nachkriegsroman „Die Sackgasse“
Die Möglichkeit des Gelingens
Als Kinderbuchautorin begeistert Vera Ferra-Mikura (1923 – 1997) nicht nur mit den „drei Stanisläusen“ bis heute eine breite Leserschaft. Dass sie nach 1945 mit Literatur für Erwachsene begann, ist allerdings kaum bekannt. Anlässlich ihres 100. Geburtstages am 14. Februar wurde kürzlich ihr Erstlingsroman „Die Sackgasse“ aus dem Jahr 1947 wieder aufgelegt: Porträt einer hoffnungsvollen jungen Autorin in einer zerstörten Stadt.