Beiträge zum Thema Viena Latina
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Solidarität auf dem Volksstimmefest im Prater, 1975, Foto: privat, Verein zur Förderung der österreichisch-chilenischen Erinnerungskultur
Flucht von Chile nach Wien
„Macondo-City“
Nach dem Militärputsch in Chile 1973 mussten zehntausende Menschen fliehen. Nicht wenige wählten Wien als Zufluchtsort. Im Interview erzählt Marcela Torres, wie der Sozialismus die beiden weit entfernten Orte verband und welche surrealen Assoziationen Simmering bei den Ankommenden weckte.

Gabriela Wiener, Foto (c) Daniel Mordzinski
Gabriela Wiener über Charles Wiener
„Glamouröse Schandtaten“
Charles Wiener wurde 1851 in Wien geboren und machte als Forschungsreisender im Auftrag Frankreichs Karriere. Wie rücksichts- und gewissenlos er in Peru und Bolivien Objekte sammelte, wurde im Wien Museum Magazin bereits thematisiert. Seine Ururenkelin, die peruanische Journalistin und Schriftstellerin Gabriela Wiener, hat einen Roman geschrieben, in dem ihr problematischer Vorfahre zum Ausgangspunkt wird, um die globale „Ordnung“ zu sezieren.

Vasen aus Chavín de Huántar (Peru), Abbildung aus dem Buch „Péru et Bolivie" von Charles Wiener, Paris 1880, Quelle: ÖNB
Zum 170. Geburtstag des Forschungsreisenden Charles Wiener
Wien – Paris – Peru
Charles Wiener leitete in den 1870er Jahren eine Expedition durch Peru und Bolivien – und sammelte tausende Artefakte der indigenen Bevölkerung. Ein Großteil gehört heute dem Pariser Musée du Quai Branly, über 130 Objekte befinden sich in der Sammlung des Weltmuseum Wien. Geboren wurde Karl/Charles Wiener am 25. August 1851 in Wien, umstritten war er schon zu Lebzeiten.