
Links: Hausbesorgerin am Fenster, Wien-Erdberg, 1950, Foto: Franz Hubmann/Imagno/picturedesk.com, Rechts: Ilse Helbich, Foto: Privat
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Arena
Zu jeder anständigen Zimmerausstattung gehören Fensterpolster. Es sind längliche akkurat vierkantige Matratzen, die zwischen Außen- und Innenfenster geschoben werden, um das Eindringen von Zugluft zu verhindern– vorm »Ziehen« haben nämlich alle Angst. Die Fensterpolster bei ihr Zuhause sind, wie es sich gehört, so fest es nur geht, mit Rosshaar gestopft; sie stecken in schneeweißen Leinenüberzügen als Zeichen einer Mühen nicht scheuenden Ordentlichkeit, und diese Überzüge müssen eben deswegen oft gewechselt werden.
Als sie schon ein Schulmädchen ist, wird dieses Frischüberziehen der Fensterpolster oft auf sie abgeschoben. Sie hasst diese Arbeit, denn es ist ihr fast unmöglich, den starren Polster in seinem Überzug unterzubringen–und danach beginnt erst das Zuknöpfen der viel zu vielen Zwirnknöpfe, die die Weißnäherin dicht an dicht angebracht hat!
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