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Streuzettel der Revolutionären Sozialisten, 1938, Quelle: WStLA
Streuzettel zwischen 1933 und 1938
Kampf im Kleinformat
Im März 1933 nutzte Engelbert Dollfuß eine Geschäftsordnungskrise des Nationalrats, um die demokratische Ordnung Österreichs zu demontieren. In der Folge wurden die Kommunistische Partei, die NSDAP und nach den Februarkämpfen 1934 auch die Sozialdemokratische Arbeiterpartei verboten. Mit Streuzetteln meldeten sich die Parteien aus dem Untergrund.

Jeannie Ebner, 1978: Foto: Barbara Pflaum (Ausschnitt) / APA-Images / brandstaetter images
Schriftstellerin Jeannie Ebner
Die Literaturnetzwerkerin
Ihre eigenen frühen Gedichte schrieb sie in einer Autowerkstatt, für ihre literarischen Kolleginnen und Kollegen kämpfte sie mit größtem Einsatz. Heute ist sie weitgehend vergessen. Nun werden ausgewählte Werke der Schriftstellerin Jeannie Ebner wieder aufgelegt.

Der Regulator am Haustor als wichtiger öffentlicher Zeitmesser auch nach dem Zweiten
Weltkrieg. Foto (Ausschnitt) von Foto-Atelier Dorothea Broessler, 2. November 1958
Der Rapf-Regulator des Wiener Uhrenmuseums
Präzision im Stresstest
Jahrzehntelang zeigte der „Rapf Regulator“ am Eingang des Uhrenmuseums die Zeit punktgenau an – wenn er nicht gerade außer Betrieb war und repariert werden musste. Das passierte immer wieder, denn die Pendeluhr war relativ ungeschützt und wetteranfällig.

Plättchen einer unvollständigen Musterkollektion der Wiener Porzellanmanufaktur, um 1800, aus der Sammlung Siegfried Fuchs. Das Objekt wurde 2002 als eines von über 200 Objekten an die Erb:innen von Fuchs restituiert und in der Folge vom Museum wieder angekauft. Foto: Birgit und Peter Kainz, Wien Museum
Provenienzforscher Michael Wladika im Interview
„Man kann nie einen Schlussstrich ziehen“
Im Jahr 1999 begann Michael Wladika als Provenienzforscher im Historischen Museum der Stadt Wien (Wien Museum). Anlässlich seiner Pensionierung blickt er im Gespräch zurück auf die schwierigen Anfangsjahre der Provenienzforschung und erklärt, warum sie im Wien Museum statt der ursprünglich veranschlagten zwei Jahre auch nach 27 Jahren nicht abgeschlossen werden kann.

Autogrammkarte Miss Electra, um 1970, Circus- und Clownmuseum Wien
Artistin Miss Electra
15 Minuten Hochspannung
Bei Miss Electra sprang der Funke im wahrsten Sinne des Wortes über, wenn sie ab den 70er Jahren in Varietés unter Starkstrom gesetzt wurde und zum Glühen brachte, was ihr in die Hand gegeben wurde. Gemeinsam mit ihrem Mann Teddy Horn, der die Kunststücke technisch konzipierte, brachte sie in ganz Europa das Publikum zum Staunen. „Wir haben nie Pause gemacht“, erinnert sich die Artistin im Ruhestand.

Hotel Astoria, Ansichtskarte (Ausschnitt), um 1930, Wien Museum, Inv.-Nr. 309759
Die Pionierjahre des Hotels Astoria
Inklusive Ozonanlage und Zentralstaubsauger
Nachdem die Zahl der Hotels in Wien viele Jahre lang stagniert hatte, setzte um 1900 ein spürbarer Aufschwung ein. Die k.k. Reichshaupt- und Residenzstadt suchte auch im touristischen Sinne den Anschluss an die weite Welt. Bestehende Hotelbetriebe wurden erweitert und modernisiert, zahlreiche neue entstanden mit teils exklusivster Ausstattung. Beispielgebend dafür war das Hotel Astoria in der Wiener Innenstadt.

Studierende der Akademie der bildenden Künste Wien bei der Begutachtung in der Hermesvilla, Foto: Robert Vanis, Akademie der bildenden Künste Wien
Die Hermesvilla aus restauratorischer Sicht
Traumschloss auf dem Prüfstand
Die Hermesvilla bildet verschiedene Zeitschichten ab: von Elisabeths Nutzung ab 1886 über den Verfall nach 1918 bis hin zur Widmung als Museum. Erstmals wurden nun die verwendeten Materialien und Techniken der Innenarchitektur- und Ausstattung restauratorisch dokumentiert. Ein Interview mit der Projektleiterin Monika Kammer von der Akademie der bildenden Künste Wien.

Plateauslingpumps, um 1974, Foto: TimTom, Wien Museum
Farbenspiel – Mode aus vier Jahrhunderten
Farbe bekennen
Kleidung spricht, bevor wir es tun – durch Schnitt und Silhouette, Material und Textur. Vor allem aber durch Farbe. Sie wirkt auf unsere Sinne, signalisiert Zugehörigkeit und spiegelt gesellschaftliche Ordnungen. Ein Einblick in die neue Ausstellung „Farbenspiel“.

Kapperle Sammlung Gerri Geiger, Foto: Jürgen Glück
Die Kapperle-Sammlung von Gerri Geiger
„Schützt!“
25 Jahre lang verkaufte Gerri Geiger den Augustin auf den Straßen Wiens, bis er im Jänner diesen Jahres verstarb. Seine Stammroute führte ihn durch Lokale am Gürtel. Bekanntheit erlangte er nicht zuletzt durch seine auffälligen Kopfbedeckungen. Dass er eine Sammlung mit über 2.000 Kappen aufgebaut hatte, wussten allerdings die wenigsten. Ein neues Buch stellt nun Gerri und seine „Kapperle“ vor.

Anzeige aus: Der Bautechniker 1884, Seite 12, ANNO/ÖNB
Unter Strom – Elektropionier Bela Egger – Teil 2
In lichten Höhen
Die industrielle Erfolgsgeschichte von Bela Egger nahm in den 1880er Jahren nochmals an Fahrt auf. Neben der elektrischen Beleuchtung unzähliger Bauten in der Monarchie standen die Entwicklung und Produktion von Elektromobilen sowie moderner Glühlampen im Fokus.